• 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • end

„Heißer“ und turbulenter Saisonauftakt in Laughlin

„Heißer“ und turbulenter Saisonauftakt in Laughlin/Nevada
Dienstag, 17. Januar 2012
Der Saisonauftakt 2012 der US-SCORE-Meisterschaft verlief für Armin Schwarz und...

 

Armin Schwarz und All German Motorsports hatten bei der
Laughlin Desert Challenge mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen.

 

Laughlin/Nevada (USA), 17. Januar 2012. Der Saisonauftakt 2012 der US-SCORE-Meisterschaft verlief für Armin Schwarz und All German Motorsport nicht wie geplant. Bei den beiden Rennen der Laughlin Desert Challenge wollten sie mit ihrem nagelneuen AGM-Jimco X6 SCORE Trophy Truck eigentlich so viele Punkte wie möglich sammeln, um für die restliche Saison gut aufgestellt zu sein. Doch es sollte anders kommen. Im ersten Lauf am Samstag musste Schwarz bereits früh die Segel streichen, im zweiten Rennen am Sonntag hatte Teamkollege Martin Christensen mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, brachte den Trophy Truck aber auf dem zehnten Platz ins Ziel.

„Eigentlich hatten wir in Laughlin wieder den gleichen schwierigen Auftakt wie in jedem Jahr, denn dort hatten wir noch nie wirklich Glück“, erklärt Schwarz. „Wir konnten dort noch nie mit einem guten Resultat in die Saison starten, haben dann aber jedes Mal in der restlichen Saison mit guten Ergebnissen aufgetrumpft. Und darauf hoffen wir nun natürlich wieder.“

Die Widrigkeiten begannen schon in den Tagen vor dem Rennen, als Schwarz und AGM zur Vorbereitung in Mexiko testeten. Dabei konnte das Team in Sachen Abstimmung einen großen Schritt nach vorn machen, doch wegen eines Öllecks fing der Trophy Truck am letzten Testtag Feuer. „Wir hatten richtig Glück, dass sich der Schaden in Grenzen hielt, und nicht das ganze Fahrzeug in Flammen stand“, so Schwarz. AGM arbeitete Tag und Nacht, um den Trophy Truck bis zum Rennwochenende zu reparieren und verlor wichtige Zeit in der direkten Vorbereitung auf die Laughlin Desert Challenge.

 

Zudem hatte sich beim Test gezeigt, dass die Federlänge noch etwas zu kurz ist. Partner Eibach arbeitet nun daran, längere Federn zu liefern – in der Kürze der Zeit bis zum Rennen war dies nicht möglich. „Die kürzeren Federn haben den Effekt, dass das Auto hinten sehr stark kickt, und das ist auf den welligen Pisten rund um Laughlin ein großer Nachteil. Das war aber nur ein Nebenaspekt, denn unsere Maßgabe war vor allem, das Rennen zu Ende zu fahren“, erklärt Schwarz.

Doch dies sollte dem Team im ersten Rennen am Samstag nicht gelingen. Nach nur zwei Meilen riss die Halbwelle ab, die Welle, die vom hinteren Differenzial zum Rad führt. „Wir hatten dann nur noch Einrad-Antrieb, dann kannst du das Fahrzeug sofort abstellen. Denn sonst fliegen so viele Kleinteile herum, die alles zermahlen“, schildert Schwarz. Der Schaden wurde bis zum Rennen am Sonntag behoben. Im zweiten Rennen pilotierte AGM-Teamchef Christensen den Trophy Truck. Er verlor jedoch nach zwei Runden aus noch ungeklärter Ursache den zweiten Gang, kämpfte sich aber auf dem zehnten Platz ins Ziel.

 

„Durch diese Defekte haben wir in der Arbeit mit unserem nagelneuen Auto aber einiges dazugelernt, zum Beispiel über die Lebensdauer einzelner Komponenten wie der Halbwelle“, sieht Schwarz das Positive. „Die ganze Woche war alles andere als gut, abgesehen von unseren viel versprechenden Testergebnissen. Doch wir können auch die negativen Erkenntnisse nutzen, um uns auf das nächste Rennen, die Baja 250, vorzubereiten. Wir werden versuchen, dort wie in den vergangenen Jahren gute Ergebnisse zu holen.“

Die Baja 250 findet vom 9. bis 11. März im mexikanischen San Felipe statt. Das Team unterzieht die einzelnen Komponenten gemeinsam mit Partner Fortin nun einer Detailanalyse. Zudem wird untersucht, warum am Sonntag der zweite Gang nicht mehr funktionierte. Basierend auf den Testerkenntnissen entwickelt Eibach Federn in der benötigten Länge. Direkt vor der Baja 250 geht AGM dann noch einmal in San Felipe zum Testen.

E-Mail: